Skalar – Reflections on light and sound

Skalar ist eine großformatige, innovative und eindrucksvolle Lichtinstallation. Der Berliner Lichtkünstler Christoph Bauder hat in Zusammenarbeit mit dem Klangkünstler Kangding Ray neue Standards des technisch Möglichen gesetzt, um Licht, Ton und Raum miteinander kommunizieren zu lassen. Die Installation spielt meisterhaft mit der Raumwahrnehmung mehrer tausender Besucher*innen im „Kraftwerk“ Berlin.

Bild: Ralph Larmann

Hunderte von Besucher*innen stehen, sitzen und liegen während der Performance inmitten der Skulpturen aus den Materialien Licht und Klang – tief beeindruckt und versunken. Skalar ist eine audiovisuelle Erzählung über Emotionen: Traurigkeit, Wut, Freude und Angst – ohne wirklichen Anfang und Ende. Licht und Sound werden zu scheinbar greifbarem Material. Der schier endlos wirkenden Raum des Kraftwerks verändert sich während der Performance unzählige Male – stimmungsgeladen löst sich das Raumgefühl auf, kinematisches Sounddesign und abstrakte Rhythmik verzahnen sich.

Bild: Ralph Larmann

Meterhohe Lichtskulpturen zerfallen, um einen Moment später wieder neu zu entstehen, wechseln Farbe und Richtung – in perfekter Harmonie mit dem Sound. Zumeist füllen die Lichtsäulen den Raum vollständig. Im nächsten Moment blitzt es taghell auf und in den Vordergrund tritt die rein auf Funktionalität ausgerichtete Halle.

Christoph Bauder verbindet auch hier wieder Licht- und Installationskunst, Mediendesign, Sound und Szenografie. Mit Skalar gelingt es ihm aufs Neue, raumgreifende kinetischen Skulpturen zu schaffen. Wie schon in früheren Arbeiten sind Raum, Objekt, Klang, Licht und Interaktion die Schlüsselelemente seiner Arbeit.

2004 gründete er das multidisziplinäre Kunst- und Designstudio WHITEvoid, das sich auf interaktive Mediengestaltung, Innenarchitektur und elektronische Ingenieurstechnik spezialisiert hat. Mit seinen Installationen und Performances ist er auf Ausstellungen und auf Festivals weltweit präsent: Im Centre Pompidou Paris, MUTEK Festival Montreal, Fete des Lumieres Lichtfestival Lyon, National Museum of Fine Arts Taiwan, National Centre for the Performing Arts in Beijing und im Jüdischen Museum Berlin.

Skalar entwickelte er gemeinsam mit dem Soundkünstler Kangding Ray. David Letellier alias Kangding Ray lotet in seiner Arbeit die Grenzen zwischen Techno und experimenteller Klangkunst aus. Seit beinahe einem Jahrzehnt released er bei den Labels Raster-Noton und Stroboscopic Artefacts.

Bauder beschreibt den Prozess der Zusammenarbeit folgendermaßen: „Von Zeit zu Zeit tauschten wir Ideen und Tracks aus, bis wir den endgültigen Rahmen des Sounds ausgearbeitet hatten. Ich begann parallel Muster und Bewegungen für Licht und kinetische Spiegel zu entwickeln. Die Skizzen übertrugen wir dann in eine 3D-Softwaresimulation und wir begannen Davids Sound damit zu verknüpfen.“

Bild: Ralph Larmann

Das von Christoph Bauder und Kangding Ray erschaffene sinnliche Erlebnis zeigt, wie durch hoch komplexe und ausgefeilte Technik vollkommen neue Raumerfahrungen möglich werden.

Realisiert werden konnte Skalar durch die technische Expertise und Unterstützung der drei Hauptpartner: Kunst- und Designstudio WHITEvoid leitet die Produktion und entwickelte spezifische Softwarelösungen. Kinetik Lights liefert Hochleistungspräzisionsmotorwinden und Robe stellt Moving Lights auf höchstem technischen Niveau. So können über 90 ultra-fokussierte Leuchten homogen parallele Lichtstrahlen erzeugen, die ausgewählte Positionen im Raum mit wiederholbarer Präzision und perfekter Farbkonsistenz ansteuern.

Bild: Ralph Larmann

Skalar erweitert die Grenzen des technisch Umsetzbarem und visuell Erfahrbarem.

Skalar – Reflections on Light and Sound

27.01.2018 – 25.02.2018 im Kraftwerk Berlin

Montag – Donnerstag 15 – 21Uhr

Freitag – Samstag 13 – 23 Uhr

Sonntag 13 – 21 Uhr

Performances 24.2.  20 – 22.30 Uhr

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