Wir lagen vor Madagaskar und hatten bestes Holz an Bord

mac realisiert Messeauftritt für BAFA auf Madagaskar

Copyright Fotos: mac messe- und ausstellungscenter Service GmbH / D. Beyerle

Grün leuchtende Regenwälder, exotische Tierwelt, weltweit größter Exporteur von Vanille – Madagaskar hat viele Gesichter, ein Hotspot für die deutsche Messebaubranche war das Land bislang aber nicht. Zu umfangreich die Hürden, die es für unternehmerisches Handeln der Branche im Indischen Ozean zu bewältigen gilt: ein kostenintensiver Logistikalptraum, kulturelle und landespezifische Besonderheiten, sprachliche Barrieren. Ein Potpourri an Herausforderungen für die „Just-in-Time“ Branche, in der vor allem mit einer Währung bezahlt wird: Zeit.
Auch für die Messebauer von mac aus Langenlonsheim war Zeit der entscheidende Faktor für ihr erstes Engagement im Inselparadies Madagaskar. Innerhalb von nur zwei Wochen konzipierte und realisierte mac für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) den offiziellen „German Pavilion“ im Rahmen des Foire Internationale de Madagascar (FIM), einer jährlich ausgerichteten Wirtschaftsmesse in der Hauptstadt Antananarivo. „Unter Einbeziehung eines regionalen Servicepartners mit Sitz in Kapstadt (ScanDisplay), mit organisatorischer Flexibilität und der Nutzung aller Kernkompetenzen von mac konnten wir diese Herausforderung innerhalb des selbst für die Messebaubranche knapp bemessenen Zeitraumes von nur zwei Wochen erfolgreich bewältigen“, zeigte sich der verantwortliche Projektmanager Daniel Beyerle zufrieden nach Abschluss des Projekts.
Rund 37 der gut 67 Quadratmeter des als Kopfstand konzipierten Messestandes fungierten als amtlicher Informationsstand. Die übrigen Flächen nahmen die deutschen Unternehmen SUNSET Energietechnik, der Versicherungskonzern Allianz und die madagassische Bank Accés Banque in Anspruch. Ausgangspunkt für die erfolgreiche Auftragsakquise war die gewonnene Ausschreibung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
Vor dem Beginn der Produktion des Baumaterials war bereits klar, „dass wir die Projektplanung aufgrund der besonderen Umstände des Projekts gänzlich neu denken mussten“, so Beyerle weiter. Hier beschritt mac ungewöhnliche Wege: Statt die Bauteile für den Stand selbst herzustellen, nutzte man die Expertise von ScanDisplay, um diese kostentechnisch effizient und nachhaltig vor Ort in Südafrika zu produzieren.
Die Produktion des Messestandes für einen Ausstellungsort in einem Entwicklungsland war insbesondere aufgrund des engen Zeitplanes und der detaillierten Vorgaben zur Standkonzeption eine Herausforderung, berichtet Beyerle und fügt an: „Unter anderem mussten wir auf den üblichen Abstimmungsprozess zu Materialvorschlägen und Produktionszeichnungen verzichten. Durch die enge Zusammenarbeit mit ScanDisplay und der engen Orientierung am vorgegeben Leistungsverzeichnis für den Stand konnten wir dieses Problem aber erfolgreich umschiffen.“
Das organisatorische Geschick der am Projekt beteiligen mac-Mitarbeiter kam dann insbesondere beim Transport der Standbauteile von Kapstadt nach Antananarivo zum Tragen, da ein Zyklon das Ablegen des genutzten Frachters verhinderte: „Wir mussten hier zeitnah umplanen und konnten das Material mit Hilfe einer Luftfrachtvariante rechtzeitig zum Aufbau nach Antananarivo bringen.“
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Der vom Architektenbüro Holland Papert & Birnbaum entworfene Gemeinschaftsstand verfügte unter anderem über einen Hospitality-Bereich, der durch die Durchführungsgesellschaft DEGA-EXPOTEAM betreut wurde und sich insbesondere durch seine visuell offene Bauweise auszeichnete. Als besonderes Feature des Standes galt die aus 117 Einzelplatten zu je 30 mal 30 Zentimeter bestehende Balustrade, die das scheinbar offene Standkonzept klar abgrenzte und optisch einen Motivvorhang generierte.
„Ein außergewöhnliches Projekt, das uns in seinen Vorrausetzungen, der Projektplanung und -durchführung sehr gefordert, uns aber auch großen Spaß gemacht hat. Aus ökologischen Gründen und im Hinblick auf die nachhaltige Produktion von Messeständen befinden wir uns bereits in Gesprächen, um auch im kommenden Jahr wieder auf der Foire Internationale de Madagascar (FIM) vertreten zu sein“, so Beyerle abschließend.

 

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