Tom „Standtom“ Groß setzt auf LITECRAFT, ArKaos MediaMaster Pro und Hog 4.

Max Giesinger live in Karlsruhe (Foto: © Tom Groß)

Von Mitte Oktober bis Ende November tourte der erfolgreiche Singer-Songwriter Max Giesinger erstmals als Headliner durch größere Hallen und Arenen. Mit von der Partie war erneut Lichtdesigner und -operator Tom „Standtom“ Groß. Für einige wenige Termine, die wegen des Drehstarts des TV-Formats „The Voice Kids“ – Giesinger sitzt neuerdings in der Jury – verschoben werden mussten, sprang Dennis Baumann von der Leipziger Friends Like You Agency für seinen Freund Standtom ein. Letzterer war zu dieser Zeit nämlich bereits mit Wincent Weiss auf Tour.

Größere Hallen bedeuten in der Regel auch ein größeres Budget und mehr Spielraum für das Bühnen- und Lichtdesign. Dank eines 40-Tonnen-Trucks stand auch mehr Ladevolumen zur Verfügung. Es durfte also durchaus ein wenig größer gedacht werden. Eine Gelegenheit, die der Lichtdesigner nicht ungenutzt verstreichen ließ.

„Zu Inspirationszwecken besuchten das Management von Max und ich im Spätsommer ein Konzert der Band PARAMORE im Hamburger Stadtpark. Die hatten intensiv mit LED-Stripes auf der kompletten Bühne gearbeitet, was dazu führte, dass die Lichtshow trotz Tageslicht unfassbar gut zur Geltung kam. Max besitzt ja kein richtiges Logo, aber ich dachte mir, warum nicht ein großes „M“ als Design-Element konzipieren, das auch während der 2018 anstehenden Festival-Shows gut funktionieren kann, zudem auffällig ist und sich von anderen Bands abhebt?“

Ein „M“ aus 32 LITECRAFT LPiX.40 Mk2 als Key Visual

Gesagt, getan. Aus insgesamt 32 LITECRAFT LPiX.40 Mk2 baute Standtom ein drei Meter hohes, auf acht Meter Breite gestrecktes „M“, das als Key Visual auf der Bühne dient. „Ich benutze die LPiX.40 Mk2 als grobe LED-Wand, als Effekt-Licht oder als Strobe. Die Konstruktion erlaubt mir auch, der Bühne bei Bedarf mehr Tiefe zu verleihen und ist einfach ein besonderes Element, das nicht 08/15 wirkt“, erläutert Standtom.

LPiX.40 Mk2 ist ein LED-Pixelprodukt von LITECRAFT. LPiX.40 Mk2 eignet sich ideal für die Anwendung in Video-Applikationen. Dank der kompakten Abmessungen und des geringen Gewichtes lässt es sich leicht in Dekorationen oder Traversen verbauen.

Ansteuerung über ArKaos MediaMaster Pro 5.1

Angesteuert wird die LPiX-Konstruktion von einem Medienserver mit der ArKaos-Software MediaMaster Pro 5.1. Die Software steuert via Art-Net eine Hog 4 an. Standtom, der erstmals mit der MediaMaster-Software arbeitete, fand sich trotzdem schnell zurecht: „MediaMaster ist wirklich einfach zu bedienen. Ok, am Anfang musste ich ein, zwei Mal beim Kollegen Rocketchris anrufen, der mir dann allerdings in wenigen Minuten alle Fragen beantwortet hat. Ansonsten ist alles recht selbsterklärend, wenn man sich mal ein, zwei Stunden damit beschäftigt. Der LED Mapper ist nach kurzer Orientierungsphase echt der Hammer!“

MediaMaster Pro ist eine professionelle Medienserver-Software, die eine kreative Arbeit mit Video- und Audio-Content in nahezu jedem Format und in Echtzeit ermöglicht. Die Software arbeitet plattformunabhängig auf Mac und PC Systemen. Bis zu 36 Layer können – je nach Hardware – mit HD- oder auch 4K-Content bearbeitet und wiedergegeben werden. Zur Ansteuerung stehen wahlweise MIDI, DMX 512, Art-Net sowie MA-Net 2 zur Verfügung. MediaMaster Pro ist frei skalierbar. Als Pult hatte Standtom neuerlich seine Custom Hog 4 dabei, diesmal bestehend aus Hoglet, einem superkompakten Intel NUC i7, einem HannsG-Touchscreen und einem DP 8000 Prozessor von High End Systems.

Die Tour wurde von Black Box Music betreut. Gemeinsam mit Frithjof Roedel von BBM und Systemtechniker Robert Triebel von Lightconcepts fand der Lichtdesigner auch eine gute, tourtaugliche Lösung für das „M“.

 Standtoms Design für Max Giesinger ist 2018 bei zahlreichen Open-Air-Shows live zu erleben.

Bildunterschrift: Max Giesinger live in Karlsruhe (Foto: © Tom Groß)

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