In Kooperation mit dem Reeperbahn Festival kuratiert erstmals die LiveKomm, als Bundesverband für Musikspielstätten in Deutschland, den Themenstrang „Clubkultur“. Einen festen Ort wird es dafür auch auf St. Pauli geben. So finden die im Konferenzprogramm vertretenen Podiums-diskussionen, Workshops und Receptions erstmals vom 20. bis 21. September im „LiveKomm-House„, in der direkten Nähe zur Reeperbahn statt.

Los geht das LiveKomm Programm bereits am 19. September in der Nochtwache. Dort laden LiveKomm und Festival Kombinat zum Festival-Meeting „Festivals United“ ein. Neben dem informellen Austausch soll auch die Situation der Festivals in Deutschland analysiert werden. Dafür wurden u. a. Vertreter_innen der Musik- und Popförderung eingeladen, welche auch über Fördermaßnahmen diskutieren sollen.

Am Folgetag, den 20. September ruft die LiveKomm ihre Mitglieder zur Jahresmitgliederversammlung auf, einen neuen Vorstand zu wählen und diesen am Abend gebührend beim „Meet & Greet the LiveKomm“ zu feiern.

Am Freitag, den 21.9.2018 steht der Schutz von Musikspielstätten wieder im Fokus des Programms. Seit einigen Jahren stößt die LiveKomm einen Dialog auf dem Reeperbahn Festival an, um die erforderliche Balance der Nutzungsansprüche an unsere Städte weiter zu gewährleisten und somit die urbane (Club)Kultur, die durch Stadtplanugs- und Gentrification-Prozessen in den Städten gefährdet ist, zu schützen.


Auftakt macht das Präsentationspanel „Fight for your Right to Party“ in dem Netzwerke, wie die Berliner Clubcommission, das Hamburger Clubkombinat oder das Eventkultur Rhein Neckar ihre Lösungsansätze und Best-Practice Projekte vorstellen. Neben dem Berliner Lärmschutz Fond soll auch das Konzept zum ersten Nachtbürgermeisters in Mannheim vorgestellt werden.
Ab 14 Uhr stellt die Initiative Creative Footprint die Ergebnisse des Nightcamp New York City vor. In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern an der Harvard University und der University of Pennsylvania wurde eine Studie erarbeitet, welche die kreativ-genutzten urbane Räume und Veränderungs-prozesse New Yorks gemessen und indiziert hat.
Den Abschluss bildet die Diskussionsrunde „Agent of Change-Prinzip“ als Lösung für den Schutz von Clubs in Deutschland (?)“. Vertreter aus Politik, Verwaltung und der Immobilienbranche diskutieren, ob das Prinzip auch eine Chance in der deutschen Gesetzgebung findet. Die Keynote hält Mark Davyds vom britischen Music Venue Trust, der den Agent of Change erfolgreich in die britischen Parlamente führte.

Neben den Panels und Präsentationen bietet die LiveKomm auch Workshops in Zusammenarbeit mit der LiveDMA, dem europäischen Spielstätten-Netzwerk, und dem Clubkombinat Hamburg an. So soll am Donnerstag über die Bedeutung des Lobbying mit Branchenkennzahlen sowie die Arbeit des Hamburger Clubverbands und am Freitag über die Teilnahme am nächsten europaweiten OPEN CLUB DAY (2. Februar 2019) informiert werden.

Die Veranstaltungen der LiveKomm werden unterstützt von der fritz-Kulturgüter GmbH, den Versicherungsmaklern Eberhard, Raith & Partner GmbH, Spiegel & Pohlers sowie Carlsberg Deutschland GmbH.

 

Karsten Schölermann, 1. Vorsitzenden der LiveKomm

Karsten Schölermann, Bild: Tagesspiegel


„Seit der Gründung der LiveMusikKommission e.V. (LiveKomm) 2012 veranstalten wir unsere Herbsttagung im Rahmen des größten deutschen Clubfestivals. Wir freuen uns, dass wir mit dem Reeperbahn Festival nun einen Schritt weiter gehen und wir die Kooperation stärker ausbauen.“

Detlef Schwarte

Detlef Schwarte, Director Reeperbahn Festival Conference

Die kleinen und mittleren Musikclubs sind das Rückgrat der Musikwirtschaft. Wir freuen uns darum, dass die LiveKomm als eine der wichtigsten Stimmen in der deutschen Musikwirtschaft ihre Präsenz beim Reeperbahn Festival verstärkt und nun mit einem eigenen inhaltlichen Strang und einer eigenen Venue den Belangen der Musikspielstätten noch mehr Sichtbarkeit beim Reeperbahn Festival und damit in Branche und Öffentlichkeit verschafft.“

Kategorien: Economics