Mit seiner Mixtur aus minimalistischer Neo-Klassik und Pop-Adaptionen füllt der italienische Komponist und Pianist Ludovico Einaudi seit Jahren die größten Hallen weltweit. Im Frühjahr 2018 besuchte der Ausnahme-Musiker im Rahmen seiner aktuellen Welttournee auch die Arenen in Deutschland. Um die perlenden, dynamischen Klavierwerke Einaudis in höchster Transparenz selbst in die hintersten Winkel jeder Location zu transportieren, setzte der lokale Dienstleister satis&fy auf ein L-Acoustics K1/K2 System inklusive Kara und Kiva als ergänzende Side- und Nearfill-Lautsprecher.

Homogenes Klangbild

Im Gegensatz zu seinen Solo-Konzerten holte sich Ludovico Einaudi für die aktuelle Tournee diverse Mitmusiker auf die Bühne, um seine Kompositionen mit teils konventionellem, teils ausgefallenem Instrumentarium zum Leben zu erwecken. „Die Musik von Ludovico bildet einen homogenen Klangkörper, der an jedem Punkt in der Halle bestehen bleiben muss“, erläutert Lucien Götz, der als System-Engineer für die Planung des L-Acoustics Systems verantwortlich zeichnete.„Im Vergleich zu Rock- und Pop-Produktionen, bei denen man in erster Linie die Lead-Vocals auch weit hinten noch präsent vor sich haben möchte, sollte der Bühnenklang hier so natürlich wie möglich abgebildet werden.“

Für die Main-PA setzte Götz auf 12x K1 und 4x K2 als Downfill pro Seite, als Side-PA kamen 2x 16 Kara zum Einsatz. Im Nahbereich füllten 12x Kiva auf, die sowohl auf die Bühnenkante gelegt als auch auf Stativen platziert wurden. Als Outfills fungierten 2x 3 ARCS II.„Wenn es um die Transparenz geht, ist L-Acoustics für mich unschlagbar“, bestätigt auch Milo Benericetti, der am FOH dafür sorgt, die unterschiedlichen Klangquellen zu einem homogenen Klangkörper zu vermischen.„ Die Kompositionen Ludovicos sind eigentlich für klassische Konzertsäle ausgelegt.

Mit dem L-Acoustics System bin ich jedoch auch in großen Hallen in der Lage, sämtliche Klangdetails herauszuarbeiten.“

Spezialaufgaben für die Bässe

Neben dem zentralen Flügel Ludovico Einaudis sowie diversen Streichern, Gitarren und Percussion-Instrumenten, sorgte unter anderem auch ein Moog-Synthesizer für mächtig Druck im Tieftonbereich. „Die SB28 Subwoofer fungierten vorrangig als Effekt-Systeme für einzelne Instrumente und kamen gezielt nur in bestimmten Konzertphasen zum Einsatz. Den Hauptteil der Fullrange-Beschallung für knapp 70 Prozent der Hallenfläche übernahmen daher die K1.“, so Lucien Götz. Die SB28 waren als klassische „Zahnlücke“aufgestellt und wurden in den Mittelpositionen flach auf den Boden gelegt, um eine gleichmäßige Abdeckung sowie eine möglichst geringe Belastung auf der Bühne zu erzeugen.„ Als Besonderheit hatte ich je ein Doppel-Stack an den Bühnenseiten um 70 Grad nach außen gedreht, um die Seitenränge zu beschallen –also doch keine klassische Zahnlücke…“

Komfortables Handling

Neben dem Klang, der bei einer derartigen Produktion besonders im Fokus steht, überzeugte das umfangreiche L-Acoustics System auch in logistischer Hinsicht.“Wir hatten das komplette Audio-Material inklusive PA in einem einzigen Trailer auf der Straße.“, so Götz. „Zudem ist das Handling einfach hervorragend. Vom Ausladen über den Aufbau bis zum Systemcheck benötigten wir mit zwei Personen nur knapp 90 Minuten –da freut sich nicht nur der Techniker, sondern auch der Kunde.“

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