Brexit: PLASA setzt auf die Ausweitung der internationalen Zusammenarbeit

Peter Heath, 2016 Geschäftsführer von PLASA im Interview zum Brexit.

PLASA ist der führende internationale Wirtschaftsverband für Unternehmen der Veranstaltungs- und Medienbranche in Großbritannien. Seit 2016 ist Peter Heath Geschäftsführer des Verbandes. Vorher war er fast 20 Jahre in verschiedenen leitenden Funktionen für die Roland Corporation tätig, verfügt über ein großes Branchenwissen sowie eine breite praktische Erfahrung in Vertrieb und Management. (Bild: PLASA)

Was macht PLASA und welche Arten von Mitgliedern hat er?
PLASA ist ein internationaler Berufs- und Handelsverband. Wir arbeiten seit über 40 Jahren mit und im Namen unserer Mitglieder, um sie in allen Bereichen ihrer unternehmerischen Tätigkeit zu unterstützen. Wir arbeiten auch an weiterführenden Themen, die unsere Mitglieder betreffen, wie z.B. Gesetzesänderungen, technischen Standards und an der Entwicklung von Fachkenntnissen. Unsere Mitglieder kommen vorwiegend aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik und umfassen Hersteller und Händler, Vermietungsunternehmen, Produktionsunternehmen, Veranstaltungsorte, Dienstleister sowie Bildungsträger und Einzelmitglieder.

Was denkt, Ihrer Meinung nach, die Mehrheit der PLASA-Mitglieder über den Brexit?
Unserer Meinung nach geht es unseren Mitgliedern derzeit um die anhaltende Unsicherheit und Unklarheit, insbesondere in Bezug auf den Warenverkehr, die Arbeitserlaubnis, die Zollabfertigung, die Steuer- und Rechtsvorschriften usw.

Welche Probleme sehen Sie, aufgrund des Brexits für die Veranstaltungsbranche in Großbritannien und wie werden, Ihrer Meinung nach, die internationalen Geschäftsbeziehungen beeinflusst?
Langwierige bürokratische Prozesse werden den Verwaltungsaufwand und die Kosten erhöhen. Und egal, wie es ausgeht, die Arbeitsprozesse werden sich ändern. Unserer Erfahrung nach haben unsere Mitglieder einen starken Wunsch nach weiterhin guten Geschäftsbeziehungen. Als internationaler Verband müssen wir die Auswirkungen auf alle unsere Mitglieder berücksichtigen. Die Aufgabe der Berufsverbände besteht jetzt darin, die Beziehungen und das Verständnis zu fördern. Um dies zu erreichen, werden wir in Kürze ein europäisches Büro eröffnen und eng mit der britischen Regierung sowie mit europäischen Verbänden wie dem VPLT zusammenarbeiten.

Worauf sollten sich deutsche Unternehmen im Falle des Brexits einstellen, die sehr enge Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen in Großbritannien haben?
Im Moment ist diese Frage sehr schwer zu beantworten, jedoch wird unsere enge Beziehung zu VPLT sicherstellen, dass alle Mitglieder auf dem neuesten Stand bleiben.

Das Interview führte Randell Greenlee
Dieser Beitrag ist im VPLT-Magazin 1 / 19 erschienen

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